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Von 1952 bis 1989
Die
Sportbewegung war nach dem 2. Weltkrieg fast vollständig
zerschlagen. Vor allem im Erzgebirge wurde der Wiederaufbau zur
Lebensmaxime.
Einen wesentlichen Einfluss dabei hatte die Wismut, da nun im
Erzgebirge der
Uranbergbau zum Mittelpunkt des Geschehens avancierte.
August Schwab, ein ringkampfbegeisterter Sportler, bemühte
sich um den Aufbau der Sportart Ringen
in Aue. Mit seiner Trainingsgruppe in
der Pestalozzi Schule versuchte er, das Interesse der Region auf das
Ringen zu
richten.
1951 kam Herbert Wende aus Loitz in
Mecklenburg-Vorpommern ins
Erzgebirge
und war damals schon 3. der Deutschen Jugendmeisterschaft.
Nachdem er zunächst in Thalheim trainierte, wuchs der Gedanke, eine
eigene
Trainingsgruppe in Aue aufzubauen.
Das Training auf Filz
und Kokosmatten fand nun regelmäßig in der Lessingschule statt.
Erste Mitwirkende waren Stahlberg, Sadowsky, Illing,
Lindner, Qeser und Barth.
Im Mai 1952 schloss sich auch August Schwab der Gruppe Wende
an und brachte Siegfried Epperlein, sowie die Zöblitzer, Grimm und Malzyk
gleich mit.
So kam es dann auch zum ersten Freundschaftskampf in
Zöblitz, der mit einem Sieg endete.
Zur ersten Ringermannschaft gehörten damals:
| Fliegengewicht: |
Siegfried
Epperlein |
| Bantamgewicht: |
Egon
Voigt |
| Federgewicht: |
Edgar
Grimm |
| Leichtgewicht: |
Helmut Barth |
| Weltergewicht: |
Edgar
Malzyk |
| Mittelgewicht: |
Herbert
Wende |
| Halbschwergewicht: |
Kurt Sadowsky |
| Schwergewicht: |
August Schwab |
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Dieser
Erfolg war somit auch Ansporn und es kam zum Wunsch der
Sportler, an offiziellen Meisterschaften teilzunehmen.
Durch den damit verbundenen organisatorischen Aufwand
entschloss man sich zu einer eigenständigen Sektion mit funktionsfähiger Leitung.
So gründete sich am 18.10.1952
die Sektion Ringen von Wismut Aue Ost.
Bei der
Gründungsversammlung waren anwesend: Max Goiz Vorsitzender der
Betriebsgewerkschafts- leitung,
Kurt Keiler Vorsitzender der Kreissportleitung Wismut Aue, Kurt
Stöckel, sowie
die damals 14 ringenden Sportler.
Zur
dreiköpfigen Leitung wurden gewählt: Kurt Stöckel als
Sektionsleiter, Gerhard Meyer als technischer Leiter und Herbert Wende
als
Trainer. Im Folgejahr begann der offizielle Wettkampfbetrieb. Mit
hervorragenden Kämpfen in der Bezirksklasse und nach spannenden Duellen
mit
Empor Gelenau gelang bereits 1954/55 der Aufstieg
1957
erfolgte die Angliederung von Wismut Aue Ost an BSG
Wismut Aue. Dadurch musste die Trainings-Möglichkeit im Klubhaus
„1.Mai“
aufgegeben werden. Das Gebäude befand
sich auf dem heutigen Gelände der Firma Barth Bau. Als neue
Trainingsstätte fand
man die Albrecht-Dürer Schule im Zentrum, wo jedoch nur eine 6x6 m
Matte zur
Verfügung stand. Endgültige Trainingshalle wurde, nach weiteren Umzügen,
die 1959
neu gebaute Turnhalle der Wilhelm-Pieck Schule auf dem Zeller Berg mit
einer 11x11m Matte.
Für
Wettkämpfe standen die Volkshäuser in Aue und Umgebung
zur Verfügung.
Durch
stärkere Gegner wie Motor Plauen, Wismut Crossen,
Empor Zöblitz und IFA Karl-Marx-Stadt kam es auch zu attraktiveren
Kämpfen. Ein
sofortiger Titelgewinn und die Aufstiegskämpfe zur DDR-Liga waren die
Folge.
1958 erreichte man
das heiß ersehnte Ziel – Aufstieg in die Oberliga !
In der
Wettkampfserie 1960/61 gelang der Mannschaft mit den
Sportlern: Siegfried Epperlein, Egon Voigt, Peter Deckow, Jürgen
Wagner, Kurt
Sadowsky, Dietmar Pechstein, Herbert Wende und Horst Czech der erste
DDR-Meistertitel. Insgesamt erkämpften die Auer Ringer unter der
sportlichen
Leitung von Herbert Wende bis 1988 21
x
den Mannschaftsmeistertitel der DDR im Freien Ringkampf sowie 5 x
Pokalsieger des DRV der DDR.
In den
ersten Jahren kam es auch schon zu internationalen
Vergleichen. Dabei
entstand eine enge Beziehung mit dem tschechischen
Spitzenverein Chomutov, die auch in
den folgenden Jahrzehnten weiter bestand. 255
internationale Vergleichskämpfe bestritten unsere
Mannschaften.
Sie
kämpften unter anderem gegen Lock Sofia, Dynamo Moskau,
Czepel Budapest, die
schwedische Mannschaft Brottaclub Vernamo, die Italiener
Italsider Genua, LKS Lodz, Roter Stern Prag, Lech Poznan.
Insgesamt
entwickelte sich mit 34 internationalen
Mannschaften ein reger Sportaustausch.
Besonderer
Höhepunkt war der deutsch–deutsche
Vergleich 1989 mit dem AC
Bad Reichenhall und Unterelchingen.
Durch
die Austragung von Meisterschaftskämpfen stieg auch
die Ringkampfbegeisterung in der Region. So entstand 1957 der erste
Nachwuchsstützpunkt in Bockau mit Herbert Wende als Übungsleiter. Die
Trainingsbedingungen waren wahrlich bescheiden. So diente z.B. eine 4x4 m Matte in
einer alten Scheune als Trainingsort.
Gemeinsam
mit Werner Tautenhahn und Rolf Bleyl wurde
zielgerichtet am Ausbau weiterer Trainingsstützpunkte gearbeitet. In
der Folge
entstanden weitere Trainingszentren im Stadtgebiet von Aue, in
Hundshübel,
Schneeberg, Bernsbach, Schlema, Lößnitz und Zwönitz.
In
diesen Stützpunkten trainierten unter der Leitung
von Werner Tautenhahn verdiente und
erfolgreiche Sportler wie Harald Richter, Jürgen Wondra, Rolf Bleyl,
Bernd
Götzsch, Udo Parthum, Siegfried Epperlein, Wolfgang Stemmler, Dietmar
Pechstein, und Lienhardt Patzak, der später auch Verbanstrainer im DRV
war.
Das
Ergebnis dieser erfolgreichen Nachwuchsarbeit wurde in
dem guten Abschneiden bei Spartakiaden und den DDR Meisterschaften
sichtbar. Den
ersten Meistertitel erkämpfte Egon Voigt 1956 als Junior und ein Jahr
später bei den Senioren. Die
Sportfreunde Egon Voigt, Siegfried Epperlein und Horst Czech gehörten
damals
sogar zur Nationalmannschaft .
Von
1956 -1983 konnten insgesamt 41x DDR Einzelmeistertitel errungen
werden.
>>Alle
DDR Meister<<
>> Alle Deutsche Meister
seit 1990<<
- Bis 1988 konnte man
zwischenzeitlich 13 Trainingsstützpunkte errichten.
-
- Dies förderte den
Wettbewerb zwischen den einzelnen Stützpunkten der Abteilung und die
Mitgliederzahlen stiegen beachtlich. Bei Kreismeisterschaften lag die
Teilnehmerzahl nicht selten bei
- 100 – 120
Sportlern. Auch wurde an dem Plan, jährlich 2 Sportfreunde an die KJS
nach Jena oder Leipzig zu delegieren, festgehalten. Dies bestätigen
auch die Auszeichnungen 1981 und 1987 als vorbildliche Sektion im DRV.
Zu dieser Zeit war man mit Abstand die beste BSG-Mannschaft im
Freistilringen.
- Kein anderes Team
kämpfte so verbissen um den Anschluss an das Niveau der Sportclubs. 1979
wurde Thomas Munkwitz Dritter der Junioren Europameisterschaft in
Finnland. Bei den DDR-Bestenermittlungen errangen unsere Aktiven über
40 Titel.
Die Abteilungsleiter der Abteilung Ringen seit der
Gründung:
1952 – 1963 Kurt
Stöckel
1963 – 1966 Wolfgang
Lindner
1966 – 1977 Siegfried
Schwichtenberg
1977 – 1983 Klaus
Schmidt
1983 – 1989 Klaus
Dieter Teichert
1989 – 1999 Lienhard
Patzak
1999 – 2003 Lothar
Lässig
2003 – 2008 Frank
Epperlein
2008 - Sören
Ullrich
Die Cheftrainer der Abteilung Ringen seit der Gründung:
1952 – 1990 Herbert
Wende
1990 – 1995 Frank
Vieweg/Peter Rau
1995 – 2001 Frank
Epperlein
2001 – 2003 Sören
Ullrich
2003 – 2006 Udo
Parthum
2006 - Lienhard
Patzak
- Die Zeit nach 1990
-
- Die Öffnung der
Grenze hat auch unsere Sektion vor neue Probleme
gestellt. Arbeitswechsel und Arbeitslosigkeit blieben nicht ohne
Auswirkungen auf den Trainings und Wettkampfbetrieb.
- Deshalb konnten
wir nicht alle Stützpunkte aufrechterhalten. So gab es nur noch
Stützpunkte in Aue, Lößnitz, Zwönitz, Bockau und 2x in Schneeberg.
- Die
Mitgliederzahl sank
stark und viele Sportler verließen den Verein. Ab 1990 wurde aus
den
Sektionen, Abteilungen und unser Verein nannte sich nun FC Wismut
Aue. Trotzdem nahmen weiterhin 2. Männer- mannschaften am
Wettkampfgeschehen teil. Das neue junge Trainergespann Peter Rau/Frank
Vieweg bestand die Feuertaufe 1990/91 und hatte es geschafft,
nach einer Übergangsrunde sich für die 2. Bundesliga zu
qualifizieren. In
der Mannschaft standen damals: Sven Morgenroth, Ronny Beyer, Sören
Ullrich, Mario Unger, Michael Mehlhorn, Frank Epperlein, Armin
Mehlhorn, Olaf Musielik, Frank Vieweg, Steffen Schulz, Jochen
Schwarzer, Andreas Gorke, Uwe Zinnecker, Stephan Wieland und Uwe
Richter.
- Auch in den Folgejahren
konnte man ab 1993 unter dem neuen Vereinsnahmen
- FC Erzgebirge Aue in
der 2. Bundesliga mitringen und ab 1992 startete auch wieder eine
2. Mannschaft in der Landesliga Sachsen.
- 1994 mussten wir den
Abstieg in die Landesoberliga antreten, schafften aber im Folgejahr den
sofortigen Wiederaufstieg in die 2.Bundesliga. Dem neuen Trainer Frank
Epperlein gelang es, eine schlagkräftige, junge Truppe aufzubauen, die
es im Jahr 2000 bis in die 1.Bundesliga geschafft hatte. Zum
ersten mal nach der „Wende“ kämpfte unser Verein wieder in der höchsten
Leistungsklasse Deutschlands.In dieser Saison
der 1. Bundesliga, mussten wir Erfahrungen sammeln und konnten die
Klasse nicht halten.
- Aber schon im Jahr
darauf wurden wir mit dem neuen Trainer Sören Ullrich ungeschlagen
Staffelsieger der 2. Bundesliga und qualifizierten uns wiederum für die
1.Liga, in der wir dann einen 8.Platz belegten und somit nicht
absteigen mussten.Die Mannschaft und der
Verein hatten bewiesen, dass man die Möglichkeit besitzt, sportlich und
finanziell in der 1. Bundesliga zu bestehen.
- In den Folgejahren gab
es zwischenzeitlich Auf - und Abstiege zwischen 2. und 1. Bundesliga und
wieder Trainerwechsel. So übernahm 2003 zunächst Udo Parthum die
Geschicke des Cheftrainers und 2006 Lienhard Patzak.Unter seiner Leitung
konnte die 1. Mannschaft sich in der Saison 2006 in Liga 1. behaupten und nahm sogar an den
Play-Off Kämpfen teil.
- Im Nachwuchs entwickelte sich nach 1991
unter der Leitung von Werner Tautenhahn ein stabiles Stützpunktsystem
mit beachtlichen Erfolgen.
- Ca. 60 Kinder und
Jugendliche trainierten wieder unter den Fittichen unserer Übungsleiter:
- Werner Tautenhahn,
Sören Ullrich, Frank Vieweg, Wolfgang Stemmler, Joachim Mehlhorn, Armin
Mehlhorn, Jochen Schwarzer, Frank Epperlein, Frank Lenk und Udo Parthum.
- So erreichte man, dass
in den ersten Jahren wieder Kreismeisterschaften durchgeführt werden
konnten. In den Folgejahren erkämpfte man mehrere Einzelmeistertitel als
Sachsenmeister, Mitteldeutsche Meister und Deutsche Meister.
- Unsere
Nachwuchsmannschaften (A/B und C/D Mannschaft) wurden mehrfache
Sachsenmeister und belegten zur DM den 4. Platz 1996 und Platz
6 1998. Als Anerkennung unserer Erfolge, erhielt unsere Abteilung vom
Deutschen Ringer-Bund den Zuschlag zur Ausrichtung der Deutschen
Meisterschaft der A-Jugend Freistil in AUE 1998. Diese Deutschen
Meisterschaften waren ein besonderer Höhepunkt für unseren Nachwuchs
und eine große Herausforderung für unseren Verein.
- Auch vom Ringer Verband
– Sachsen wurden wir mit dem Titel „Bester Verein Sachsens“
1994, 1996, 1997, 1998, 1999 und 2000 ausgezeichnet
und erhielten vom Landessportbund Sachsen 2000 den
HOPE-Talentiade-Förderpreis aller Sportarten und Vereine.
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