30.09.17 FCE Aue I WKG Pausa/Plauen

FC Erzgebirge Aue – WKG Pausa/Plauen

Veilchenringer setzen sich mit 12:11 im Sachsenderby gegen die WKG Pausa/Plauen durch und holen dritten Sieg in Folge!

Zum Heimkampf des FC Erzgebirge Aue war diesmal auch das MDR- Fernsehen zu Gast und erlebte mit, dass die Männer von Coach Björn Schöniger, trotz der nur vier Einzelsiege in den 10 Duellen des Abends, den zweiten Tabellenplatz verteidigen konnten. Nun haben sie am nächsten Samstag im Heimkampf gegen Lübtheen sogar die Möglichkeit diese hervorragende Ausgangsposition weiter auszubauen.

Der Auftakt des Sachsenderbys machte gleich Lust auf mehr. Unser frischgebackener Militär-Vizeweltmeister, Adrian Hajduk (57kg-FS) traf auf den Ex- Greizer, Vladimir Coderanu. In einer Begegnung auf hohem Niveau, in der es kein langes Belauern gab, hatte der Gast am Ende knapp die Nase vorn (2:0/15:12). Der Auer Kapitän, Nico Schmidt (130kg-GR) tat sich danach gegen den wesentlich leichteren Felix Kästner erstaunlich schwer und schaffte es nicht die erwarteten vier Mannschaftspunkte zu holen (3:0/12:0). Der zweite Dämpfer für die Heimmannschaft folgte beim Duell zwischen Emanuel Krause (61kg-GR) und Janik Rauch. „Momo“ gelang keine richtige Fassart, obwohl er es ständig versuchte. Dann kam auch noch eine unverständliche Entscheidung des Mattenrichters dazu und die knappe Punktniederlage (0:1/4:5) stand fest. Ganz anders präsentierte sich Mateusz Filipczak (98kg-FS). Er ließ seinem Polnischen Landsmann, Dawid Peplowski, nicht die Spur einer Chance und siegte nach knapp vier Minuten durch technische Überlegenheit. Philipp Herzog (66kg-FS) und der Pole Eryk Maj standen sich schon oft gegen über. Diesmal konnte sich der Gästeringer relativ deutlich durchsetzen (2:0/9:2). Beim Pausenstand von 7:5 für die Gastgeber gruben sich Sorgenfalten in das Gesicht von Trainer Björn Schöniger, denn die Gäste hatten noch einige heiße Eisen im Feuer.
Nach der Pause sorgte Gabor Madarasi (86kg-GR)dafür, dass sich des Trainers Mine spürbar aufhellte. Eigentlich hatten die Erzgebirger in diesem Jahr auf seiner Position den Weltmeister von 2014, Peter Bacsi, verpflichtet. Doch den quält eine schmerzhafte Verletzung, die ihn schon seit längerer Zeit zum pausieren zwingt. So bekam Madarasi am Samstag erneut eine Einsatzchance, die er konsequent nutzte. Sein Gegner war das Pausaer Eigengewächs, Maximilian Schwabe. Dieser wurde im vergangenen Jahr Polizei- Europameister und ist Mitglied der Deutschen Nationalmannschaft. Davon ließ sich der Ungar in Auer Diensten aber in keiner Phase des Kampfes beeindrucken. In einem Gefecht auf Augenhöhe war er an diesem Abend in den entscheidenden Situationen hell wach. Er schaffte es im Bodenkampf seinen Kontrahenten zu drehen und sicherte sich dadurch den knappen Erfolg. Niklas Ohff (71kg-GR) war diesmal chancenlos gegen den Polnischen Meister Dawid Karecinski. Einer der „Matchwinner“ des Abends war William Stier (80kg-FS). Er wuchs in seinem Kampf gegen den erfahrenen Kirgisen, Zalik Sultanov, über sich hinaus. Trotz eines klaren Gewichtsnachteils nahm er sein Kämpferherz in beide Hände und überraschte mit blitzschnellen Beinangriffen. Zwar konnte er seine knappe Führung nicht ganz über die Zeit retten, aber diese Niederlage fühlte sich trotzdem an wie ein Sieg. Ähnlich verhielt es sich in der Begegnung zwischen Brian Bliefner (75kg-FS) und Daniel Sartakov. „Brian musste heute seine eigenen Ziele dem Mannschaftserfolg unterordnen“ , so die Aussage des Auer Trainers nach dem Kampf. Bisher konnte der FCE- Ringer nie gegen Sartakov gewinnen und hatte sich das für diesen Abend fest vorgenommen, aber die Punktekonstellation im Mannschaftskampf ließ dafür keinen Raum. Beim Stand von 10:8 für die Gäste aus Pausa galt es kein Risiko einzugehen. In einem von dieser Taktik gefesseltem Duell fiel die Entscheidung, nur auf Grund einer mehr erhaltenen Passivitätsverwarnung , gegen Bliefner. Dem Ungarn Krisztian Jäger (75kg-GR) war es vorbehalten den Mannschaftserfolg unter Dach und Fach zu bringen. Unter dem Jubel der zahlreichen Fans besiegte er Paul Fischer technisch überlegen.