Zum Regelwerk bei Mannschaftskämpfen

Allgemein:
Ein Kampf besteht aus maximal 5 Runden zu je 2 Minuten effektiver Kampfzeit.
Wer zuerst 3 Runden gewonnen hat oder einen Schultersieg oder die Technische Überlegenheit erzielt, hat den Kampf gewonnen.
 
Unterschied zwischen Griechisch-römisch und Freistil
 
Im griechisch- römischen Stil
besteht eine Kampfrunde von 1:30 Min. Standkampf und 30 Sekunden angeordneter Bodenlage (Ausnahme eine gefährliche Lage liegt vor). Der Ringer der nach 1:30 Min. im Vorteil ist, darf die Oberlage einnehmen. Hier gelten weiterhin die bisherigen Kriterien der „Siegrunde“ und zwar

 

1. Ringer mit den meisten Punkten (höhere Punktzahl)

2. Bei Gleichheit, der Ringer mit den wenigsten Verwarnungen

3. Bei Gleichheit, der Ringer mit der höheren Wertung

4. Die letzte Wertung

 

Sind Wertungen gefallen, so muss der Ringer im Vorteil nach 1:30 Min. als Obermann die Bodenlage einnehmen. Erzielt der Obermann während den 30 Sekunden keine Wertung, wird er nicht bestraft und die Kampfrunde ist beendet! Erfolgt durch den Obermann keine zwingende Aktivität, so kann der Kampfrichter den Kampf nach einer angemessen Zeit (ca. 10 – 15 Sekunden) unterbrechen und den Standkampf anordnen.

Sollte jedoch der Kampf bei 1:30 Min. 0:0 stehen, ist der zu unterbrechen und der Bodenkampf durch Passivität anzuordnen. Der Kampfrichter entscheidet in jeder Runde immer beim Stand  0:0 nach 1:30 Uhr über die Passivität und zeigt diese deutlich an. Der aktive Ringer darf bei der Anordnung der Bodenlage entscheiden, ob er die Position des Ober- oder Untermanns wählt. Diese Kriterien gelten in jeder Runde und zwar unabhängig davon, wie die vorherigen Runden entschieden wurden. Erzielt der Obermann bei der angeordneten Bodenlage keine Wertung, so verliert er einen Punkt an seinen Gegner.

Der Kampfrichter unterbricht in diesem Fall den Bodenkampf nicht, so dass der Obermann die 30 Sekunden zur Erzielung einer Wertung ausschöpfen kann. 

Der Obermann kann bei der angeordneten Bodenlage im gr. röm Stil folgende Fassarten/Angriffsmöglichkeiten wählen:

1.Verkehrter Ausheber von der Seite

      - er darf stehen oder mit einem Knie die Matte berühren

 2.   Hände auflegen auf den Schultern des Gegners


 
Im Freien Ringkampf wird 2 Minuten durchgerungen. Steht es nach der regulärer Rundenzeit 0 : 0 wird durch den Kampfrichter angeordnet, wer zuerst die „Fassart 1 Bein“ einnehmen darf.
Erzielt der Fassende innerhalb 30 Sekunden eine Wertung, ist die Runde sofort beendet.
Erzielt er keine Wertung, gewinnt die Runde sein Gegner.
 
Gewinn einer Runde bei Punktgleichheit:
Bei Punktgleichheit (1 : 1, 2 : 2 usw.) entscheidet zunächst die Anzahl der Verwarnungen über den Rundengewinn. Besteht auch hier Ausgeglichenheit, zählt die höchste Wertung.
Haben beide Sportler die gleiche hohe Wertung,entscheidet die letzte hohe Wertung.
 
Vergabe der Mannschaftspunkte
Die Mannschaftspunkte werden auf der Grundlage der gewonnenen Runden pro Kampf vergeben.
4 : 0 bei: Schultersieg, Technischer Überlegenheit (11 Pkt. Diff.), Aufgabe,
                                       Disqualifikation.
Achtung !
Die Technische Überlegenheit kann auch dann noch erzielt werden, wenn bereits 1 oder 2 Kampfrunden verloren wurden. Das Ergebnis lautet dann beispielsweise
4 : 1 oder 4 : 2.